No road is long with good company
Die heutige Podcastfolge zieht uns wieder mal raus in die Welt. Ich war beruflich auf Barbados und habe Pferde getroffen, Rennpferde. Eigentlich habe ich gar keine Pferde erwartet. Ich wollte ein bisschen baden, schnorcheln und die Insel erkunden. Dann habe ich über ein interessantes Ritual gelesen. Jeden Morgen gehen die Rennpferde von Bridgetown baden. Wortwörtlich: Ihre Pfleger oder Besitzer bringen sie zum Strand und gehen mit ihnen ins Meer. Manche gehen nur ins flache Wasser, andere schwimmen mehrere Kilometer raus. Eine Mischung aus Aqua-Training und Wellness.
Barbados hat eine alte Rennkultur. Die ersten offiziellen Rennen fanden auf der Garrison Savannah Rennbahn bereits 1845 statt, aber bereits vorher haben Plantagenbesitzer auf Barbados ihre schnellsten Pferde in einfachen Rennen gegeneinander antreten lassen. Der Barbados Turf Club ist eine ehrwürdige Institution der Insel und die Rennen ziehen jeden Samstag ein buntes Publikum an. Pferderennen sind kein Sport der Eliten, sondern ein Wochenendvergnügen für Jedermann.

Barbados ist schon ein sehr exotisches Ziel und ich war zum ersten Mal dort. Die östlichste Insel der Kleinen Antillen, Barbados, liegt schon im Atlantik, nördlich von Venezuela. Als ehemalige britische Kolonie, spricht man dort Englisch. Früher war Barbados vor allem für seinen Zucker bekannt, heute ist es eine internationale Touristendestination. Vor allem britische und amerikanische Touristen genießen die kilometerlangen Sandstrände und die einzigartige Unterwasserwelt. Barbados ist einer der wichtigsten Nistplätze für Meeresschildkröten.
Die Rennpferde sind da nur eine Fußnote, aber es war auf jeden Fall wert, früh aufzustehen, um ihnen beim Baden zuzuschauen. Es ist ein Teil der Inselkultur und, wenn man nicht reiten möchte, ein Gratisvergnügen.





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