Die wildesten Fohlen werden die besten Pferde (dänisches Sprichwort)
Pferde sind immer vorsichtig beim Durchqueren von Wasser. Manche mögen es gar nicht und weigern sich, eine Pfütze auch nur zu betreten, andere gehen nur hinter einem Führpferd durch einen Bach, wieder andere machen halsbrecherische Sätze.
Das liegt in der Natur des Pferdes. Sie können die Tiefe eines Gewässers nicht einschätzen und es könnten gefährliche Raubtiere wie Krokodile dort lauern. Deswegen macht eine gewisse Grundsorge vor Wasser evolutionär auch durchaus Sinn. Pferde sind von Grund auf vorsichtig, wo sie ihre Beine hinsetzen. Sie sind ihr wichtigstes Körperteil, denn sie können vor Gefahren ja nur weglaufen.
Wir Reiter können uns hier aber zweier andere Grundinstinkte des Pferdes bedienen. Seinem Herdentrieb und seiner Lernfähigkeit. Denn gerade als Wanderreiter, müssen wir immer mal wieder Wasser durchqueren. Große Pfützen gibt es nach jedem Regenguss und nicht über jeden Bach kann und sollte man springen.
Deswegen gehört es für mich zur absoluten Grundausbildung eines Pferdes, dass es lernt, mit dem Reiter ruhig und vertrauensvoll durch Pfützen und kleine Bäche zu gehen. Für seine eigene Sicherheit und die seines Reiters.
Nur wie fange ich das an, gerade wenn ich kein geeignetes Führpferd habe, an das ich mich dranhängen kann. Heute spreche ich ein bisschen über meine Erfahrung mit verschiedenen Pferden und wie ich sie ans Wasser gewöhnt habe. Manchmal dauert es länger, manchmal geht es schnell.

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